Goodbye


Sonntagmorgen: Ich sitze beim Frühstück und trinke ein Yogi Tea (zur Beruhigung).

Leider ist das nicht so wie geplant und ich wäre jetzt lieber am Start von meinem letzten Rennen.


Ja mein Karriere Ende habe mir anders vorgestellt...

Aber wie es das Schicksal will, teile ich euch meine Entscheidung per Mail mit: Das Texten fällt mir heute besonders schwer und es gehörte auch sonst nie zu meinen Stärken.

Warum ist Schluss? Ich habe verschiedene Verletzungen weggesteckt und mich wieder zurück gekämpft. Meine Knieverletzung vor zwei Jahren hat meine Geduld aber sehr auf die Probe gestellt. Ich war überglücklich diese Saison wieder Rennen fahren zu können. Für den Sprung nach vorne hat es aber einfach nicht mehr gereicht. Ich habe inzwischen den Glauben an mich und mein Talent für’s schnelle Snowboarden verloren. Der „Pfuus isch dusse“, wie ich mir selbst eingestehen musste.

Mein Motto war es nie als „Budget Fresser“ um die Welt zu reisen. Allerdings bin ich mir vergangene Saison genau so vorgekommen.

Während 20 unglaublichen Saison’s durfte ich ein Teil von diesem Team sein.

Als ich das erste Training in Davos besucht habe, hätte ich mir nie erträumen lassen so etwas cooles und schönes mit einem Alpin Snowboard erleben zu dürfen.

Bei einer so langer Zeit bestand mein Team natürlich nicht nur aus den 10 Personen, mit denen ich die letzten Winter verbracht habe.

Ein grosses Dankeschön an ALLE, die mich unterstützt und mein Leben auf und neben der Piste geprägt haben. Ihr habt mit mir so viele Momente geteilt, die ich nie vergessen werde.

Ab heute werde ich also nicht mehr der „Snowboarder“ sein, sondern der – der nun in der Freizeit sein heiss geliebter Sport als Hobby weiter führt.

Ich freue mich auf meine neue Herausforderung als Metallbau Monteur und auf  die Zeit als Snowboard Pensionär.

Sobald es möglich ist, würde ich mich über ein Wiedersehen mit euch und ein nachgeholtes Abschlussbier sehr freuen!

So, mein Yogi Tea ist jetzt ausgetrunken und der heutige Spruch auf dem Etikett passt ganz gut:

„Lasst uns dankbar sein und neue Möglichkeiten entdecken“.

Liebe Grüsse

Kaspar, Käspi, Käspu und Flütsch