ein steiniger Weg....

... den ich die letzten 7 Wochen gegangen oder besser gesagt, gelegen und gehumpelt bin. Nach meinem letzten Saisonwettkampf - den Schweizermeisterschaften in Davos, melde ich mich wieder mal.
Einen Eintrag zum Saisonabschluss war schon lange geplant und an der Zeit mangelte es auch nicht. Es war vielmehr die Motivation und die Ungewissheit, was ich den überhaupt schreiben soll. Nun sind meine Gedanken sortiert und ich erzähle nun, was an diesem Unglückssonntag passiert ist:


Nach gerade mal drei Toren und einem Kantenfehler, lande ich kopfüber im organgenen Absperrnetz. Mir ist sofort klar, dass mein rechtes Knie massiv beschädigt ist, was sich in langem und lautem Brüllen vor Schmerz äussert. Ich sehe mich bereits an den Krücken durch die Sommerpause humpeln....

Nach einem Alpenrundflug mit der Rega, werde ich in Chur eingeliefert. Die Kniescheibe ist schnell wieder eingerenkt und ich werde als Glückspilz betitelt. Noch am selben Abend verlasse ich das Spital. Mein ungutes Gefühl hat sich dann drei Tage später beim MRI bestätigt. Diagnose: Knieluxation, vorderes und hinteres Kreuzband, sowie Innenband und ein weiteres Band gerissen. Der Spezialist spricht von einem Totalschaden und hat mich mit Sorgenfalten auf der Stirm über die lange Reha und möglichen Risiken aufgeklärt.

Die OP ist zum Glück gut verlaufen und bereits 4 Wochen her. Ich bin nun wieder guten Mutes und mache kleine, aber stetige Fortschritte. Wie lange die ganze Prozedur noch dauert und ob ich jemals wieder Rennen fahren kann, steht momentan noch in den Sternen.
Ich setze mir kleine Ziele und das nächste lautet: Weg mit den Krücken!

Die Sommerpause verbringe ich also mit einer ganzen Therapie-Reihe...
 
Vielen Dank an dieser Stelle meiner Familie, Freunde, Partner & Sponsoren, Physiotherapie Spital Davos, Dr. Matthias Jakobi und an Alle, die mich in den letzten Wochen unterstützt haben.

Ich wünsche euch einen unfallfreien Sommer und viel Spass beim Biken, Surfen, Kiten etc.

Euer Kaspar