Bis zum Umfallen

Nur noch wenige Wochen, dann stehen die ersten Rennen auf dem Programm. Bis dahin möchte ich die Trainings auf und neben dem Schnee natürlich möglichst optimal nutzen.
Darum absolvieren mein Teamkolleg Dario Caviezel und ich einige Blöcke bei Training & Diagnostics in Zürich. Die Jungs dort treiben uns jedes Mal mehr als nur ein paar Schweisstropfen auf die Stirn. 


Beim sogenannten Okklusionstraining werden die Beine zuerst auf dem Wattbike richtig ausgepowert. Danach wird je eine Luftmangete an den Oberschenkel montiert und aufgepumpt. Dadurch verringert sich die Blutzirkulation in den Beinen. Dies wäre ja eigentlich schon genug unangenehm, aber die "Drillmeister" fordern jeweils auch einen schnellen Wechsel zu den Langhanteln. Mit abgebundenen Beinen werden dann noch zwischen 2-3 Minuten Kniebeugen gemacht. 
Danach will man sich dieses Foltermaterial nur noch schnellstmöglich vom Leib reissen, was die Jungs von T&D natürlich ganz anders sehen. Nach der ganzen Prozedur heisst es nochmals während 3 Minuten den Druck der Mangeten auszuhalten.
Dieses Spielchen wird dann noch 3 Mal wiederholt. Sogar der Gang zur Dusche, wird danach zu einer grossen Herausforderung.
Weshalb tut man sich das an? Das frage ich mich während den Trainings jeweils auch. Allerdings verspricht das Okklusionstraining die Ausdauerleistung deutlich zu verbessern, was ich inzwischen auch schon bestätigt hat. Zudem ist es zeitsparend und nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist eine Herausforderung. 
Die 3 Blöcke bei Training & Diagnostics sind nun abgeschlossen. Jetzt liegt der Fokus hauptsächlich auf dem Schneetraining, bis es dann in einem Monat mit dem ersten Rennen in Carezza (IT) los geht.